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fluss_wasser1Wie beurteile ich die Wasserqualität eines Gewässers?

von Guido Eink

Leitfaden für die Wasserbeurteilung outdoors

Die Wasserqualität wird durch die verschiedensten Faktoren beeinflusst. Mikroorganismen, Schwebstoffe und Chemikalien. Um ein Gewässer in Hinsicht der Wasserqualität zu beurteilen gibt es verschiedene Indikatoren.

Trübung des Wassers

Zuerst sollte man die Trübung beurteilen. Die Trübung eines Gewässers kann durch starke Vermehrung von Mikroorganismen in nährstoffbelasteten Gewässern entstehen (vor allem Algen, in Einzelfällen auch Bakterien).
Nach starken Regenfällen kommt es durch das aufgewühlte Bodensediment (feiner Sand, Schlamm) auch zu einer Trübung.
Dazu füllt man etwas Wasser in ein durchsichtiges Gefäß oder eine Tüte und betrachtet es gegen eine weiße Fläche. Je stärker die Trübung, desto bedenklicher ist die Wasserqualität

Auch die Farbe eines Gewässers sagt etwas über die Qualität aus. Die nachfolgende Tabelle zeigt verschiedene Möglichkeiten und ihre Interpretation auf.

Farbe

Herkunft

Einfluss auf die Wasserqualität

gelblich - braun

Plankton, Moor, Humus

neutral

gelblich - rot

eisenhaltig

neutral

gelblich, grünlich, bräunlich

Planktoorganismen (Algen)

negativ

grau-gelb,
grau-schwarz

Industrieabwässer

negativ

grün

Algen

negativ

klar

 

positiv

Die Geruchsprobe

Auch der Geruch gibt Aufschluss auf die Wasserqualität. folgende Tabelle gibt Aufschluss über mögliche Geruchsquellen und deren Beurteilung.

Geruch

Herkunft

Einfluss auf die Wasserqualität

grasig

Algenblüte

negativ

fischig

Kieselalge

neutral

erdig

Blaualgen

neutral

metallisch, modrig, faulig, jauchig

unterschiedlich

negativ

Die Temperatur: Je kühler desto besser.

Ein Gletscherbach ist mit großer Wahrscheinlichkeit weniger mit belastet, als ein Fluss in den Tropen, der über 25 Grad Celsius warm ist. Folgende Richtlinien gelten: Wasser von 0 bis 12 Grad sind wenig bis gar nicht mit gefährlichen Mikroorganismen belastet. Wasser über 12 Grad Celsius ist bedenklich und sollte aufbereitet werden.
Wasser über 25 Grad Celsius ist äußerst bedenklich.

Schaumbildung

Auch die Schaumbildung von Oberflächengewässern gibt outdoors die Möglichkeit die Qualität von Wasser zu beurteilen. Schaumbildung muss jedoch nicht unbedingt die Ursache durch Einleiten von Waschmitteln sein.
Wenn Algen nach ihrer Vegetationsperiode absterben (oft schon nach wenigen Tagen), gehen natürlicherweise eiweißhaltige Stoffe in Lösung und die Schäumen dann (Moorwasser ebenfalls).
Schaum von Waschmitteln "schmiert" zwischen den Fingern, Algenschaum nicht.

Der pH-Test

Eine weitere Möglichkeit ist der pH-Test. Indikatorpapier gibt es in jeder Apotheke zu bestellen. Mittels Teststreifen wird bestimmt, wie sauer das Wasser ist. Damit lässt sich darauf schließen ob für Mikroorganismen ein gutes Milieu herrscht. pH Werte zwischen 5,5 und 6,5 zeigen saures Milieu an, welches sich positiv auf die Wasserqualität auswirkt. Normal ist ein pH-Wert von 7 alles was darüber liegt ist mit Vorsicht zu genießen.

idyllischer FlussBiologische Wasserqualität

Wichtig um auf die Wasserqualität zu schließen, kann auch die Beurteilung des unmittelbaren Umfeldes eines Gewässers sein.

Das Umfeld ist wichtig

So sollten keine menschlichen Ansiedlungen in der näheren Umgebung desauerstoffreiches Flusswassers Gewässers zu finden sein. Denn hier werden Abwässer oftmals ungeklärt ins Gewässer geleitet. Auch die Tatsache ob eine Fluss- oder Seenlandschaft naturbelassen oder Teil einer Kulturlandschaft ist schlägt sich auf die Wasserqualität nieder. Denn dem Gewässer nahe Felder bürgen die Gefahr der Einleitung von Pestiziden. Bei Bächen und Flüssen wirkt sich lebendiges Sprudeln und ein schneller Fluss positiv auf die Qualität aus, denn Bakterien haben es hier schwer. Auch wenn ein Fluss in einem Nadelwald liegt wirkt sich positiv aus. Denn die Nadeln der Bäume säuern Wasser und Boden, wodurch der pH-Wert sinkt.

Stimmt die Biologie?Köcherfliegenlarve

Ist das Wasser grün von Algen, dann sollte man besser die Finger von lassen und einen Keramikfilter für die Reinigung benutzen. Moose auf Steinen wie es oft in Skandinavien zu beobachten ist sind ein positives Signal. Hier ist das Wasser OK. Aber auch Lebewesen, wie Krebse, Muscheln aber auch Forellen oder gar Lachse lassen auf sauberes Wasser schließen. Denn diese Lebewesen sind sehr anspruchsvoll in der Wahl ihres Lebensraums. Aber auch wirbellose Kleinstlebewesen, welche oftmals unter Steinen zu finden sind können Indikatoren für die Wasserqualität sein. Hierzu zählen z.B. die Eintagsfliegenlarve die in sauerstoffreichen Gewässern vorkommt.

Abschließend lässt sich sagen erst ein Gesamtbild aller Indikatoren lässt auf die Wasserqualität schließen im Zweifelsfall sollte man immer das Wasser reinigen, da schon ein Schluck verunreinigtes Wasser zur Erkrankung führen kann.

Wie man Wasser reinigt liest man hierzur Wassereinigung

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