Aktivkohlefilter
Aktivkohlefilter sind im Gegensatz zu Keramikfilter keine Größenfilter, sondern Oberflächenfilter. Das bedeutet, dass sie chemische Verunreinigungen, wie Geschmacksstoffe, Herbizide, Pestizide, Fungizide an der Oberfläche anlagern. Aktivkohle filtert zusammengefasst besonders gut Chemikalien aus dem Wasser (aber: bei anorganischen Chemikalien und
starker Chemikalienkonzentration ist auch Aktivkohle machtlos!!). Auch der Geschmack des Wassers ändert sich nach der Filterung zum besseren. Hat das Wasser vorher noch nach Kameltränke geschmeckt, könnte man es nun fast mit frischem Quellwasser verwechseln. Um eine Verkeimung der Aktivkohle zu verhindern ist in einigen Filter die Aktivkohle mit Silberionen bedampft. (Silberionen im Wasser hemmen Bakterien bei der Vermehrung)
Aktivkohlefilter kann man nicht reinigen. Ist die Oberfläche der Aktivkohle gesättigt kann man sie nur noch austauschen. Benutzt man einen mit Verunreinigungen gesättigten Filter kann es dazu führen, dass sich die gebundenen Chemikalien schwallweise lösen und das Wasser kontaminieren. Um zu testen, ob eine Sättigung vorliegt kann man mit Lebensmittelfarbe verfärbtes
Wasser filtern, oder einfach Kaffee durchlaufen lassen. Ist nach dem Filtervorgang keines von beiden weder optisch oder geschmacklich feststellbar, ist der Filter o.k. Membranfilter
Manche Filtersysteme nutzen als Größenfilter eine medizinische Membran, allerdings ist die Größe der Poren mit bis zu 100 Nanometern (1 Nm entspricht dem Milliardstel eines Meters) also doppelt so fein, wie die Poren eines Keramikfilters. Aus diesem Grund filtern sie wesentlich mehr Viren aus dem
Wasser. Allerdings ist damit die Durchflussgeschwindigkeit deutlich geringer. Zudem ist die Lebensdauer wesentlich geringer als bei Keramikelementen. Membranfilter werden meist in Kombination mit anderen Filterarten verwendet. Z.B. Bei dem links abgebildeten Filter Katadyn Bottle, bei dem Membranfilter, Jodharz und Aktivkohlefilter kombiniert sind. |